Auch wenn es heut schon wieder Freitag ist, muss ich unbedingt von meinem wunderbaren Wochenende mit Tobi berichten.
Der Gute war nämlich in Str!asbourg und plötzlich war die Stadt noch viel, viel schöner – echt war!
Also, Donnerstag Abend direkt nach direkt nach der Uni gings los: Tobi kam an! Ich hab mich riesig gefreut!
Am Donnerstag dann ein gemütlicher Abend: lecker gekocht, mit Aurore gequatscht, einen Film gesehen…
Und Freitag erstmal ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt und später in den Parc de l’Orangerie gegangen. Auf dem Weg sind wir noch am Europäischen Parlament vorbeigekommen und durften immerhin den beeindruckenden Innenhof besichtigen.
Der Park ist wirklich nett, nicht mehr ganz so beeindruckend wie noch vor ein paar Wochen, sie haben die Blumen schon in den Winterschlaf gelegt… Aber schön trotzdem
Später waren wir in der Stadt in einem Outdoorgeschäft und haben ein paar Klettersachen und eine Wanderkarte für den nächsten Tag gekauft. Nebenbei gabs hinter der Galerie Lafayette ein überbackenes Brot… merke: Tartine de flambeur ist kein Flammkuchen, sondern eine lecker belegte Brotscheibe, überbacken. War auch nicht schlecht…
Abends gabs dann selbstgemachte Crepes von der lieben Aurore – echt lecker! Und danach hat sie mir noch eine Nachhilfestunde gegeben!
Am Abend hat sich dann noch unser Programm für den nächsten Tag von “Wandern” auf “Klettern mit den Freiburgern geändert”.
Also sind wir am nächsten morgen mit dem Zug nach Colmar aufgebrochen, wo wir von Nicole und Co aufgegabelt wurden. So schön, sie mal wiederzusehen! Nach einer doch nicht ganz so kurzen Fahrt durch die Vogesen waren wir dann fast am Ziel: die Martinswand!
Jaja, fast am Ziel… der Zustieg war nicht ohne, da wir den richtigen Weg nicht gefunden haben, sind wir mitsamt Gepäck einen ziemlich steilen ähhh… Weg runtergestiegen. Eher eine Kletterroute… Ach ja, beinahe hätte ich Patzer Nummer eins vergessen! Also, Patzer Nr.1: Nico tritt neben den Weg (als er noch nicht steil war) und purzelt auf die Wiese daneben. Rollt… rollt… realisiert, das sie immer weiter rollen wird, die Wiese ist sehr steil und klammert sich an Grasbüscheln fest. In der Zwischenzeit ist mein tapferer Held Tobi schon unter mich auf die Wiese gesprungen, um mich aufzufangen!
Mit vereinten Kräften trotz steiler Wand glücklich unten angekommen, haben wir die “Strasburger Wand” in Angriff genommen. Die Wand ist etwa 80 Meter hoch und wir wollten mit einer 2 Seillängentour starten. War alles etwas wurschtelig, aber letzlich hätte es wunderbar geklappt, wenn nicht… Nico auf der zweiten Seillänge nicht mehr weitergekommen wäre! Ich fand es zwar beschämend, aber ich hab einfach keinen für mich machbaren Weg nach oben gefunden. Nach dem ich gefühlte 2 Stunden herumgehangen und mich bemüht hatte, bin ich zum Glück wieder abgeseilt worden und saß erstmal zwar etwas frustriert, aber mit göttlicher Aussicht auf einem Felsvorsprung fest. Irgendwann gings dann auch ganz runter.
Als nächstes haben wir uns entschieden, erst mal das Essen (die anderen blieben 2 Tage) zu hohlen. Also steile Wand wieder hoch, mit tonnenweise Essen/Wasser/Gasflaschen/Isomatten wieder zurück. Das hat mich dann zu Patzer Nr. 3 geführt: Nico verläuft sich mit 10 Liter Wasser auf dem Berg. Irgendwie waren die anderen plötzlich weg… ums kurz zu machen: der gute Olli hat mich nach längerem, erfolglosen (anstrengendem!) Herumirren aufgelesen, mir das Wasser abgenommen und den richtigen Weg gezeigt. Mein Held Tobi war zu der Zeit schon unterwegs, um mich zu suchen…
Danach gabs Abendessen und wir sind mit einem der Freiburger wieder nach Colmar gefahren. Aus meiner Sicht alles ziemlich vermurkst, aber: Ich hab mich auf den ersten Blick in die Vogesen verliebt, den ganzen Tag die Aussicht bewundert und finde trotz allem, das es ein sehr gelungener Tag war! Mit Nicole, Olli und den ganzen anderen Freiburgern, sogar mit einem Marburger aus meinem Kanukurs, der inzwischen nach Freiburg gewechselt ist (was für ein Zufall!) und natürlich mit Tobi! Und mit den Vogesen… damit man verstehen kann, was ich meine hier noch ein paar Fotos
Am Sonntag wollten wir eigentlich noch eine Runde Hallenklettern gehen und dann wollte Tobi auch schon fahren…
Aber dann lachte die Sonne…
Also haben wir die Abreise um einen Tag verschoben… Und sind mit dem Bus nach Otrott gefahren. Das ist ein kleines Dorf mit berühmtem Rotwein – und liegt direkt am Anfang der Vogesen. Von da aus hatte uns der Typ, der uns am Freitag die Wanderkarte verkauft hat, eine nette Wanderung auf den Mont St. Odile empfohlen. Wunderbar! Das Wetter, der Weg, die Vogesen, die Kapellen des Klosters am Gipfel, der Blick, der Herbst, die Kastanien… einfach alles wunderbar! Und Tobi war dabei!
Die Wanderung kann man als netten Sonntagsausflug wirklich nur empfehlen: erstens kommt man von Strasbourg aus für nur 3,50 Euro mit dem Bus hin, der Weg ist super beschildert, sehr schön und nicht steil (hätte ich mit meinem Muskelkater vom Wassertragen sowieso nicht geschafft) und das Kloster ist zwar etwas voller Sonntags, aber auch schön. Jetzt im Herbst sind die ganzen Vogesen ein einziger, bunter, raschelnder Blätterhaufen voller Esskastanien! Zudem ist echt goldener Oktober, blauer Himmel, Sonnenschein… Hier noch ein paar Fotos
So ein schöner Tag und so gut, das Tobi noch da war!
Am nächsten Morgen (eher Nacht…) um 6.20 hieß es dann Abschied nehmen…










Oktober 18, 2008 um 1:14 am
das hört sich alles total super an! bei mir hat der Herbst seit gestern auch endgültig Einzug gehalten – der Regen hat angefangen… viele allerliebste Grüße!